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Das ist der öffentliche Dienst

Arbeiten im öffentlichen Dienst

Der öffentliche Dienst im Wandel

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Der öffentliche Dienst sorgt für die grundlegenden Funktionalitäten unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Entsprechend vielfältig sind die Arbeitsbereiche: Energieversorgung, Wissenschaft, der Gesundheitssektor, Verbände und Stiftungen, Banken und Versicherungen, dazu die klassischen Bürgerbüros, die unsere direkte Anlaufstelle für die täglichen Belange bilden.  4,65 Millionen Mitarbeiter 1) der verschiedensten Berufsgruppen, von der Sachbearbeiterin über den Richter, die Lehrerin, den Offizier bis zum Physiker, kümmern sich um zentrale öffentliche Aufgaben.

Schon diese Aufzählung zeigt, dass der öffentliche Dienst mehr Facetten hat, als man denkt. Was also erwartet Sie heute bei Deutschlands größtem Arbeitgeber? Die junge Beamtin einer hessischen Finanzbehörde schiebt das Bild des verstaubten Büros entschieden beiseite: „Ich arbeite in einem gemischten Team aus jungen Kollegen und erfahrenen Mitarbeitern. Kundenorientierung und Professionalität werden bei uns großgeschrieben. Und wenn’s zum Kunden geht, tragen wir alle einen eleganten Anzug. Da denkt bestimmt keiner mehr: typisch Beamter.“

Nach außen: Service und Kundenorientierung

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„Wir wollen heute kundenorientiert auftreten“, hört man aus den eigenen Reihen. Und auch Experten sehen den öffentlichen Dienst in Bewegung. Ein gutes Beispiel dafür ist das Leadprojekt „eGovernment“. Viele Behörden erhielten bzw. erhalten neue IT-Systeme, um Prozesse zu vereinfachen, schneller reagieren und professioneller agieren zu können. Damit sind die Voraussetzungen für eine verbesserte Servicequalität geschaffen und die Veränderungen an vielen Stellen schon für den Bürger spürbar. Zum Beispiel, wenn man sein Auto online abmeldet, oder beim Umzug von einem ins andere Bundesland weniger bürokratischen Aufwand hat, weil die Systeme harmonisiert wurden.

Mit neuen Service-Centern und Kunden-Hotlines schaffen die Behörden ebenfalls alltagsnah mehr Bürgernähe und Transparenz. „Wir haben viele neue Infostellen, wo sich ein Rentner z.B. darüber informieren kann, was es Neues bei den Rentenleistungen gibt. Ein Wohnungseigentümer kann bei der Stadt den Grad der Wasserhärte erfragen. Und wer den neuen Personalausweis beantragt, erfährt, welche neuen Funktionalitäten und Möglichkeiten damit verbunden sind.“

Nach innen: Teamgeist und Vertrauen

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Modern und offen geht man auch intern miteinander um. Die Fluktuation ist gering, das Arbeitsklima von Teamdenken und Zusammenhalt geprägt. „In den Arbeitsprozessen sind wir sehr eng miteinander verzahnt. Jeder braucht den anderen, um ein Ergebnis zu erzielen, und jeder kann jeden fragen.“ Neben dem Schulterschluss mit den Kollegen schätzt die junge hessische Beamtin aber vor allem ihren Freiraum: „Ich kann vieles selbstständig gestalten, auch wenn das endgültige Zeichnungsrecht bei den Abschlüssen natürlich bei meinem Chef liegt.“

Egal ob Beamter oder Angestellter: Auf den öffentlichen Dienst ist Verlass

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Wer sich für eine Beamtenlaufbahn entscheidet, lebt in Sicherheit: Ein unkündbarer Job auf Lebenszeit, günstige Krankenversicherung, günstige Tarife bei Krediten und Versicherungen sowie eine gute Pension. Aber auch die Angestellten, die übrigens weit mehr als die Hälfte der im öffentlichen Dienst Beschäftigten stellen, lockt ein Paket aus attraktiven Anreizen und vielfältigen Arbeitszeitmodellen.

Gerade in Zeiten unbeständiger Wirtschaft wissen junge Arbeitnehmer solche Werte zu schätzen. „In meinem ersten Job als Projektmitarbeiterin in einem kleinen Unternehmen hatte ich immer nur befristete Verträge“, so die junge Beamtin aus Hessen über ihre Erfahrungen in der freien Wirtschaft. „Die Sicherheit gibt mir jetzt innere Ruhe und macht mich zufriedener.“ Mit diesem Gefühl steht sie nicht allein: Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens EY 2) möchte jeder dritte Studierende eine Beamtenlaufbahn einschlagen.

Erfahrungsberichte aus dem öffentlichen Dienst.

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Die benachbarte Kommune, die Verwaltung Ihrer Heimatstadt, das Bundesland, das über die Schulbildung Ihres Kindes entscheidet – sie alle sind Arbeitgeber im öffentlichen Dienst. Wir haben uns umgeschaut und nachgefragt, was die Mitarbeiter dort in ihrem Arbeitsalltag erleben.

Schulterblick 1: Als Bürgermeister in einer Kommune

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Deutschland zählt über 10.000 Gemeinden. Als vielfältig, unmittelbar, persönlich und anfassbar erlebt der Bürgermeister einer 5.000 Einwohner-Gemeinde seinen Beruf, den er seit über zehn Jahren ausübt:

„Die Arbeit in einer Kommune ist etwas ganz anderes als in einer großen Landes- oder Bundesbehörde. Mich reizen die unterschiedlichen Aufgaben und die vielen sozialen Kontakte zu unseren Bürgern. Es ist eine unglaubliche Bandbreite an Tätigkeiten, die weit über das Rathaus hinaus reichen.“

Diese Begeisterung teilen auch seine Mitarbeiter, die bei Bedarf immer wieder an verschiedenen Stellen eingesetzt werden. „In einer Kommune bekommt man die Ergebnisse seiner Arbeit direkt mit. Man sieht den Personalausweis, den man erstellt hat, und kennt denjenigen, für den er bestimmt ist, vielleicht sogar persönlich.“ Diese Verbundenheit mit Bürgern und Gemeinde schätzt der Bürgermeister sehr. „Wer hier arbeitet, ist meist hier verwurzelt. Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn man aus dem Rathaus kommt und weiß, den Platz hat man im gemeinsamen Projekt saniert – genau wie die umliegenden Häuser. Oder wir treffen uns im Mehrgenerationenhaus zum Mittagstisch – ein weiteres gelungenes Projekt, das mittlerweile zum Herzstück unserer Gemeinde geworden ist. Dazu kommt, dass die Wege zur Arbeit nicht weit sind. Und solange ein Mitarbeiter nicht kündigt, muss er äußerst selten Angst haben, dass der eigene Arbeitsplatz verlegt wird.“

Schulterblick 2: Mitarbeiter in der Stadtverwaltung

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Die Stadtverwaltung bietet interessante Arbeitsfelder: von Stadtplanung, Gebäudewirtschaft, Arbeit im Betriebshof, Ordnungsamt, Schulen, Aufgaben in Kultur, Sport, Umwelt und Jugendarbeit bis zum Friedhofs- und Bestattungswesen.

Diese Bandbreite ist es, die eine Mitarbeiterin einer niedersächsischen Stadtverwaltung besonders anspricht. „Durch unsere relativ einheitliche Ausbildung können wir in fast allen Bereichen eingesetzt werden. Überwiegend beinhalten die Jobs bei uns sowohl den Innen- als auch den Außendienst. Das macht unsere Arbeit noch abwechslungsreicher.

Ich bin z.B. gerade dabei zu klären, welche Spielgeräte auf einem der neuen Spielplätze errichtet werden sollen. Erst steht hier der Dialog mit der Stadtpolitik an. Dann werden die Eltern mit einbezogen. Im Prinzip hat vieles bei uns mit politischer Willensbildung und einbindender Kommunikation zu tun.“

Währenddessen treibt ihr Kollege den Bau der neuen Kinderkrippe im benachbarten Stadtteil voran. „Wir sind mitten im Bauprozess. Wer glaubt, wir wenden nur stumpf unsere Gesetzestexte an, der irrt sich. Hier geht es sehr praktisch zu. Zurzeit werden die Fassaden saniert. Das ist besonders spannend, denn wir arbeiten mit der neuesten Bautechnik. Da lerne ich nie aus.“

Nächstes Jahr wird seine Tochter diese Krippe besuchen, so schließen sich immer wieder persönliche Kreise. Beiden Mitarbeitern macht es Spaß, die Angebote ihrer Stadt aktiv mitzugestalten, den Einstieg in den öffentlichen Dienst haben sie nie bereut. „Unser Arbeitsplatz ist sicher und wir wissen, unser Gehalt ist pünktlich auf dem Konto.“

Schulterblick 3: Einblick in eine Landesbehörde

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Deutschland ist für sein umfassendes Steuersystem bekannt, die Referate der Oberfinanzdirektion sind breit gefächert: Umsatz- und Lohnsteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer, Abgabenordnungen und Nebengesetze, Betriebsprüfung, Steuerfahndung, Vollstreckung oder Körperschaftssteuer. Nicht zu vergessen die internen Betriebsprozesse, das Personalwesen und die Qualitätssicherung.

In einer Landesbehörde zu arbeiten heißt, in seinem Fachgebiet souverän unterwegs zu sein und stets auf dem Laufenden zu bleiben. Wissbegierde und Lernfreude sind für die Finanzbeamtin deshalb unerlässliche Voraussetzungen für die Arbeit in der Oberfinanzdirektion: „Es gibt viele Veränderungen. Immer wieder muss ich mich weiterbilden. Aber gerade das macht die Faszination meiner Arbeit aus.“

Weiter berichtet die Betriebsprüferin: „Zusätzlich – und das ist vielleicht vielen Außenstehenden nicht bewusst – sind die Aufgabengebiete sehr unterschiedlich. Zwar gibt es Kollegen, die ihre Sacharbeiten hauptsächlich hier im Amt erledigen, so wie man es sich vorstellt. Zahlreiche andere hingegen, so wie ich, kommen viel rum und haben mit dem unterschiedlichsten Publikum zu tun. Das bringt auch eigene Gestaltungsspielräume und interessante Einblicke mit sich. Denn so fest, wie man oft denkt, sind die Strukturen bei uns nicht überall.“ Auch mit den Perspektiven zeigt sich die Finanzbeamtin sehr zufrieden: „Eine Landesbehörde wie die Oberfinanzdirektion zeichnet sich vor allem durch ihre Größe aus. Ich arbeite in einem von vielen Finanzämtern. Entsprechend hat man als Mitarbeiter die Möglichkeit, an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Bereichen eingesetzt zu werden. Dabei kann es durchaus sein, dass man lokal versetzt wird, aber man hat auch gute Chancen, weiterzukommen.“

Nächstes Jahr wird seine Tochter diese Krippe besuchen, so schließen sich immer wieder persönliche Kreise. Beiden Mitarbeitern macht es Spaß, die Angebote ihrer Stadt aktiv mitzugestalten, den Einstieg in den öffentlichen Dienst haben sie nie bereut. „Unser Arbeitsplatz ist sicher und wir wissen, unser Gehalt ist pünktlich auf dem Konto.“

Fazit: Ein attraktiver Arbeitgeber

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Die Arbeit im öffentlichen Dienst hat viele Gesichter. Der Einstieg ist keine Einbahnstraße. Auch künftig werden in vielen Bereichen qualifizierte Fachkräfte gesucht. Nachwuchskräfte, aber auch Quereinsteiger sind herzlich willkommen. Wenn Sie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Familienfreundlichkeit und soziale Werte schätzen, dann sind Sie im öffentlichen Dienst gut aufgehoben.

Quellen:

1) Statistisches Bundesamt
2) EY Studentenstudie 2016.